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By Barbara Seewald

Barbara Seewald ist tätig als klinische Linguistin an der Fachklinik Herzogenaurach.

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LEISS (1992:45) spricht in diesem Zusammenhang von "Aspektualität" und will damit den Schwerpunkt nicht auf eine grammatische Kategorie Aspekt, sondern auf die grammatische Funktion der Innen- bzw. Außenperspektivierung legen. Aspektualität findet sich im Deutschen beispielsweise in lexikalischen Realisierungsmöglichkeiten wie dem eben erwähnten gerade, in den verschiedenen Aktionsarten (blühen versus erblühen) oder in den sogenannten Verbalcharakteren. B. finden versus lieben, die durch ihre Verbsemantik eine Außen- bzw.

Sie stellt folgende Komplexitätshierarchie auf, wobei für Aspekt die geringste, für Modus die höchste Komplexität angenommen wird: ASPEKT < GENUS VERBI < TEMPUS < MODUS Von den genannten vier Kategorien sollen im folgenden vor allem Aspekt, Tempus und Modus betrachtet werden. Entsprechend der postulierten Hierarchie stehen diese drei Verbalkategorien in einem Verhältnis, bei dem Aspekt die am wenigsten komplexe, Tempus die nächstkomplexe Kategorie und Modus die Kategorie mit dem höchsten Komplexitätsgrad darstellt.

Die unmarkierte Kategorie wird hauptsächlich dafür verwendet, um die Abwesenheit von A anzuzeigen (JAKOBSON 1932/1971 und 1957/1971). Als Beispiel für diese bipolare Organisation grammatischer Kategorien nennt JAKOBSON die Aspektopposition "perfektiv'' versus "imperfektiv". Der perfektive Pol drückt die absolute Vollendung eines Ereignisses aus, der imperfektive Pol ist dagegen ohne Aussage über eine mögliche Vollendung bzw. Nichtvollendung. Analog funktioniert nach JAKOBSONs Ansicht beispielsweise auch die Kategorie Modus.

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